Archive for September 2013

Flatter flatter oder üben, üben, üben!

September 27, 2013

Die Mauersegler müssen jetzt üben, üben und nochmals üben. Ich glaube kaum, dass die Jungsegler, wenn sie das Nest denn einmal verlassen haben, nochmal dorthin zurückkehren. Mit landen haben es die Vögel ja nicht so. Zudem ist ein Anflug ins Nest doch schon höhere Kunst; muss beim Anflug doch die Geschwindigkeit deutlich reduziert werden…
Also: Üben!

Junge malt Abfallwagen

September 25, 2013

Das sieht dann so aus:
2013-09-12 001
Credit: B.B.

Bagger in Griechenland

September 25, 2013

Nur zur Erinnerung, Leserfotos werden hier allzeit veröffentlicht. Also her damit.
Das hier ist in einem abgelegenen Teil Griechenlands entstanden.
Bagger in Griechenland
Credit: H.R.

Flatter, flatter, Mauersegler

September 25, 2013

Bald heisst es Abschied nehmen von den kleinen Scheissern, die mir, obwohl sie meine schöne Aussicht auf den Claraplatz ziemlich versaut haben, doch irgendwie sympathisch geworden sind.
Heute üben sie fleissig und flattern über ihrem Nest auf und ab, das müssen die sog. Liegestützen sein, mit denen die Jungvögel sich auf ihren ersten Ausflug vorbereiten.
Hier hört ihr das Flattern:

Viel Zeit zum Üben haben sie nicht mehr. Zwar haben wir bis heute, 25. September 2013, noch ein recht lauschiges Wetter und die 14-Tagesprognose meiner Nachbarn von Meteoblue sieht eigentlich auch ganz gut aus, trotzdem sollten die Zugvögel nun wirklich langsam aufbrechen, auf ihre lange Reise nach Afrika, die die anderen ihrer Art schon lange angetreten haben; zumindest sind die seit geraumer Zeit hier am Claraplatz nicht mehr zu sichten.
Bis heute haben die beiden Vogeleltern immer noch Nahrung rangeschafft. Damit sollte aber bald Schluss sein, schliesslich müssen sich die Novizen auf ihr optimales Fluggewicht von 40 Gramm runterhungern.
Ob ihr Sprung in die Lüfte gelingt und ob sie an ihrem Ziel ankommen, werden wir wohl nie erfahren.
Meldet sich dann wieder mit geputzten Scheiben….
Euer Bagger „Grzimek“

Bagger auch im Abstimmungskampf aktiv

September 21, 2013


Und hier wird es nochmal ganz gemütlich, mit einer Baggertour durch Basel:

… und hier noch ganz politisch:

Der Open Source Bagger

September 19, 2013

Heute gelernt, dass es nicht nur Open Source Software gibt, sondern auch Hardware, z.B. diesen Bagger:
openSourceBagger
Quelle: CC-BY-SA OpenSourceEcology
Im fernen Missouri/USA werden die Geräte gebaut und getestet. Was es da sonst noch alles gibt:

Open Source Hardware

Apus apus in da Camera

September 18, 2013

MauerseglerClaraplatz
So, nun hat es geklappt und ich habe die fleissigen Segler am Claraplatz/BS in einem kurzen Video eingefangen.
Anflug Mauersegler 2 ca. bei Sekunde 07
Abflug Mauersegler 1 ca. bei Sekunde 35

Erstaunlich, dass der Nachwuchs immer noch nicht flügge ist. Wir schreiben schliesslich schon den 18. September. Wann wollen die denn gen Süden fliegen? Hat sich da jemand im Kalender geirrt?

Update: Ein kurzer Himmels-Check bestätigt: Die anderen ihrer Art sind schon nicht mehr am Claraplatz anzutreffen. Im Sommer surren geschätzte 40 von den Schnellfliegern am Himmel umher. Nur unser letztes Pärchen fliegt heute noch einsam aber ohne Unterbruch von der Morgen- bis zur Abenddämmerung hin und her, auf Nahrungssuche für die Spätzünder.

Apus apus in da House

September 10, 2013

Mein Bürofenster im 6.Stock am Claraplatz ist mittlerweile vollgeschissen, und dass bereits zum 2.Mal in diesem Sommer.
20130910_180452
Weil es sich mit Ärgernissen besser lebt, wenn man deren Ursache kennt, machte ich mich auf die Suche nach den Urhebern und lernte dabei Erstaunliches:
Bei den Schmutzfinken im Storenkasten handelt es sich um Mauersegler, lateinisch Apus apus, im Volksmund auch Spirschwalben. Sie sehen zwar ähnlich aus wie Schwalben, sind mit ihnen aber weder verwandt noch verschwägert. Sie fliegen mit bis zu 200 km/h und bringen es auf durchaus 20 Jahre Lebenszeit.
Dass die Mauersegler noch im September Nachwuchs grossziehen, ist eher eine Seltenheit, die Hauptphase der Nestlingszeit dauert bis Mitte Juli, die Nebenphase bis Mitte September. Eine zweite Brut gibt es eigentlich nur, wenn die erste nicht durchgekommen ist.
ApusApusKlausRoggel01
Foto: Klaus Rogge cc
Autopilot

Die Flugkünstler leben in der Luft, und zwar erstaunlicherweise ziemlich komplett: Wenn sie müde werden, schrauben sie sich den Himmel hoch und schlafen im Flug. Eine Art Autopilot verhindert den Absturz; sie müssen sich in einem ähnlichen Zustand befinden, wie Kühe oder Pferde, die im Stehen schlafen. Früher gab es die Mär, sie flögen des Nachts zum Mond und schliefen dort. Moderne Beobachtungs- und Messgeräte bestätigen aber die Flugschlaf-Theorie in grosser Höhe. Alles andere hätte ja auch unsere Grundwerte erschüttert…
Bei herannahendem Regen oder Gewitter sammeln sich die geselligen Segler und umfliegen weiträumig die dicken Wolken. Auch zum Trinken sollen sie nicht extra landen, sondern flögen – ähnlich wie Löschflugzeuge – mit offenem Schnabel übers Wasser. All diese interessanten Infos lieferte mir Wikipedia.
Sie machens im Fliegen
Auch dass sich die Flugmeister im Flug paaren, scheint unter Ornithologen geklärt. Zum Brüten nutzen die Kulturfolger Nester in Nischen, z.B. in Hausverkleidungen, wie sie offenbar oberhalb meines Bürofensters gibt.
Imposant zu sehen ist, wie sich die Flugmeister beim Nestanflug mit ordentlich Karacho regelrecht in die Lamellen werfen, beim Aufprall gibt es dann ein ziemlich seltsames Geräusch. Manchmal kommen gleich zwei hintereinander ans Fenster gestürzt. Wer wie ich konzentriert am Computer arbeitet, freut sich manchmal über so einen aufrüttelnden Schreckenslärm, der wie aus dem Nichts kommt und einen aufrüttelt und erinnert daran, dass man schon länger vorhat, wieder mal eine nicht monetarisierte Kreativphase einzulegen und über verdreckte Fenster zu schreiben.
Mittlerweile zieht sich das Schauspiel an meinem Fenster schon über 4 Wochen hin. Und ein Ende ist nicht in Sicht, weil, bevor die Tierchen losfliegen können, also vor dem ersten Abflug, hungern sie sich über Tage von 60 Gramm auf ihr ideales Fluggewicht von 40 Gramm. Das würde ja heissen, dass die Verpflegung in dieser Zeit eingestellt wird und keine Erwachsenen Flieger mehr andocken. Die Futtertransporteure kommen aber nach wie vor regelmässig angeklatscht.
Liegestützen im Nest
Und bevor sich die flügge gewordene Mauersegler-Brut dann endlich aus dem Nest stürzen kann um erstmals loszufliegen, trainieren sie mittels sog. Liegestützen, üben also das Fliegen über dem Nest. Dabei wirbeln sie jede Menge Dreck und sonstwas auf, was sich rund um das Fenster verteilt.
Vergass ich zu erwähnen, dass das Fenster hin und wieder offen steht?
Ausser dem Dreck, dem Gefiepe der Jungvögel beim Füttern und den imposanten Nestanflügen gibt es eigentlich nichts, was man von den Tieren mitbekommt. Uns bleibt jedenfalls 2x im Jahr das Grundreinigen der Fenster/-bank in luftiger Höhe. Das ist erstens eklig und zweitens gefährlich.
Aber was solls, tröste ich mich dann, Mensch und Tier müssen sich wohl irgendwie miteinander arrangieren. Zudem futtern die Mauersegler fleissig Kleingetier, das mich sonst vielleicht an einem lauschigen Sommerabend gestochen hätte.

Aus dem Nähkästchen

September 6, 2013

Tommy
Der Mann, der hier des NDR Sinfonieorchesters dirigiert, denkt dabei vielleicht sogar an die Schweiz:
Denn der gute Thomas Hengelbrock stand nicht nur als der gefeierte Dirigent unserer Zeit in Basel und Zürich auf der Bühne (neben Paris, Wien etc. pp.), nein, in seinen jüngeren Jahren, Anfang der 80er, stand er an der Uferpromenade von Montreux, um mit seinen Kollegen vom Wilhelmshavener Streicher Ensemble (WSE) Strassenmusik in grosser Formation zu geben.
Das Orchester spielte – auch hier very british – Edward Elgar. Und der wird nun auch beim Eröffnungskonzert gegeben.
An besagter Promenade war Strassenmusik – na was wohl – strengstens verboten, und die Staatsmacht war auch nicht weit, beäugte die Einlagen der mit Badekappen, Lippenstift und allerlei Firlefanz geschmückten Musiker kritisch, schritt aber nicht ein.
Zu sehr angetan zeigte sich das zufällige Publikum.
Und noch bevor die Tränen in den Augen der Schweiztümler abgetrocknet sind (hach was wäre die Welt ohne die Schweiz), rufe ich euch zu: es gibt wohl wenig Gruppen, in denen dieser verschissene Nationalismus so verachtet wird, wie unter Musikern.
Der 2.Teil der Übertragung beginnt übrigens in diesen Minuten.
P.S. und: natürlich gibt es noch den besonderen Link Hamburg/Basel: